Der Unterschied zwischen elektronischen Signaturen und digitalen Signaturen

Mary Ellen Power, 1. Juni 2022


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Digitale Prozesse bestimmen mehr und mehr unseren Alltag und auch im Businessbereich werden traditionellen Methoden durch automatisierte Verfahren ersetzt. Damit möchten viele Branchen eine zunehmend technologieaffine Kundenbasis erschließen. In den letzten zehn Jahren ist eine Vielzahl von Geräten zur elektronischen Kommunikation auf den Markt gekommen und es hat sich auch gezeigt, dass Unternehmen papierbasierte Prozesse durch effizientere Modelle ersetzen müssen. und E-Signaturen die auf digitaler Signaturtechnologie basieren, sind dabei führend.

Zwar sind E-Signaturen im privaten und öffentlichen Sektor inzwischen weit verbreitet, doch ihre Wahrnehmung wurde in gewisser Weise durch ein mangelndes Verständnis dafür eingeschränkt, welchen Platz die Technologie für digitale Signaturen einnehmen kann. Obwohl elektronische Signaturen seit dem Jahr 2000 als Rechtsbegriff im Bundesrecht anerkannt sind, gibt es Anhaltspunkte dafür, dass der Durchschnittsperson glaubt, dass eine digitale Signatur dasselbe ist. Dies ist jedoch nicht der Fall. Die Begriffe sind keineswegs austauschbar!

Elektronische Signatur

Eine elektronische Signatur ist, wie ihre Entsprechung auf Papier, ein Rechtsbegriff. Nach dem US-Gesetz über elektronische Signaturen im internationalen und nationalen Handel (Electronic Signatures in Global and National Commerce Act) ist eine elektronische Signatur ein „elektronischer Ton, ein elektronisches Symbol oder ein elektronisches Verfahren, das einem Vertrag oder einer anderen Aufzeichnung beigefügt oder damit verbunden ist und von einer Person in der Absicht verwendet wird, einen Datensatz zu unterzeichnen“.

Digitale Signaturen

Digitale Signaturen beziehen sich hingegen auf die Verschlüsselungs-/Entschlüsselungstechnologie, auf der eine elektronische Signaturlösung basiert. Eine digitale Signatur allein ist keine Art von elektronischer Signatur. Vielmehr sichert die Verschlüsselung der digitalen Signatur die mit einem signierten Dokument verknüpften Daten und hilft, die Authentizität eines signierten Datensatzes zu überprüfen. Sie allein kann nicht die Absicht einer Person erfassen, ein Dokument zu unterzeichnen oder rechtlich an eine Vereinbarung oder einen Vertrag gebunden zu sein.

Einer Lösung, die Dokumente einfach nur digital signiert, fehlt es oft an Funktionen, die in den besten Lösungen für elektronische Signaturen zu finden sind. Dazu gehören eine sofort einsatzbereite Benutzeroberfläche (UI) sowie Funktionen für das Transaktionsmanagement und die erweiterte Workflow-Anpassung, die bei komplexeren Transaktionen mit Kundenkontakt verwendet werden.

Unterm Strich ist es wichtig, bei der Einführung einer Lösung zur Verwaltung Ihrer Signaturprozesse sicherzustellen, dass sie auf digitaler Signaturtechnologie basiert, um die Integrität des Dokuments und der zugrunde liegenden Signaturen zu gewährleisten. Ohne digitale Signaturen sind Ihre dokumentbasierten Transaktionen möglicherweise nicht rechtsverbindlich, was Sie und Ihr Unternehmen im Falle eines Compliance- oder Rechtsstreites einem Risiko aussetzt. 

Erfassen und Sichern von Beweisen mit digitalen Signaturen

Um sicherzustellen, dass Ihre digitalen Verträge rechtlich durchsetzbar sind, sollten Sie eine Lösung für elektronische Signaturen wählen, die einen umfassenden Prüfpfad erfasst und ihn mit einer digitalen Signatur schützt und fälschungssicher macht.

Aussagekräftige elektronische Beweise können durch die Erfassung des vollständigen elektronischen Signiervorgangs des Unterzeichners erhoben werden. Dazu gehören das genaue Aussehen und die Reihenfolge aller Web-Bildschirme, Dokumente und rechtlichen Angaben, die angezeigt wurden, sowie wieviel Zeit eine Person auf der jeweiligen Seite verbracht hat, und alle Aktionen, die sie während des Überprüfungs- und Unterzeichnungsprozesses durchgeführt hat, wie z. B. das Anklicken von Schaltflächen zum Akzeptieren, Unterschreiben, Unterzeichnen und Bestätigen.

Je mehr Beweise ein Unternehmen über den verwendeten Prozess erfasst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das unterzeichnete Dokument vor Gericht durchgesetzt werden kann. Und das ist den meisten Unternehmen, die E-Signaturen in Erwägung ziehen, wichtig. Während viele auf dem Markt erhältliche Lösungen für elektronische Signaturen die grundlegenden Anforderungen des ESIGN-Gesetzes erfüllen, sollten Unternehmen, die das Risiko nicht durchsetzbarer Aufzeichnungen minimieren möchten, die Messlatte höher ansetzen, indem sie sich für eine Lösung für elektronische Signaturen entscheiden, die auf digitaler Signaturtechnologie basiert.

Sehen sie sich auch unsere praktische Infografik an. Dort werden die Unterschiede und ihr Zusammenspiel erläutert.


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Mary Ellen verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Leitung von Marketingteams und Strategien für Technologieunternehmen. In ihrer Rolle als VP of Marketing bei OneSpan ist ihr Team mit der Entwicklung von Inhalten, dem Betrieb von Marketingtechnologien und der Lead-Generierung bis hin zur Geschäftsentwicklung von Chancen in der Frühphase beauftragt. Sie hat bei über 200 Webinaren und Vorträgen mit Banken, Versicherungen und Regierungsorganisationen mitgewirkt und das erfolgreiche